Hat eine funktionierende Gesamtschule für unsere Kinder wirklich Zeit bis nach der Landtagswahl?

Ein Kommentar von Carlos Jansen, Sachkundiger Bürger der Freien Demokraten im Schulausschuss der Gemeinde Alpen.

Dass die Umsetzung eines sinnhaften Gesamtschulkonzeptes einer sorgfältigen Vorbereitung und Planung bedarf, steht außer Frage. Vielleicht liegen bis nach der Landtagswahl auch die von den Sozialdemokraten in Alpen geforderten Konzepte vor, die sie seit der Neuentdeckung ihrer schulpolitischen Verantwortung auf dem Sterbebett der Sekundarschule angemahnt haben.

Die wahlkampftaktischen Gründe allerdings für die Verlegung des Schulausschusses sind nicht von der Hand zu weisen. Müsste sich doch die Verwaltung, vor allem in Alpen, darauf einstellen, dass die Parteien diese Gelegenheit nutzen würden, sich bildungspolitisch für
die Landtagswahl in Stellung zu bringen. Besonders, da die letzten Versuche die Sekundarschule zu retten, kläglich scheiterten. Sei es nun durch die optimistischen und durchaus als vernünftig zu bezeichnenden Kontaktversuche zur Ministerin Löhrmann (Grünen) seitens des jungen Vorsitzenden der CDU Alpen. Sei es durch ein „Wir kämpfen für die Sekundarschule Alpen“, – wenn auch auf verlorenem Posten – seitens den Alpener Grünen.
Oder aber auch durch die durchaus mittlerweile als persönlich zu bezeichnenden Angriffe auf den Schulleiter Latzel seitens der SPD, allen voran Jörg Banemann, der dem gut vernetzten Schulleiter öffentlich Konzeptionslosigkeit vorgeworfen hat.
Der Zusammenschluss der Europaschule mit der Sekundarschule Alpen wird seitens der meisten Fraktionen als kanzlerhaft alternativlos vorgestellt, was bekanntlich durch die Alpener FDP mit Verweis auf die entsprechenden Normen im Schulgesetz NRW zu Recht in Frage gestellt wird.

Offensichtlich ist hingegen das schulpolitische Desaster vor allem in Alpen, das durch die aktuelle rot/grüne Landesregierung mitverursacht worden ist. Und zu dieser, so hofft man vielleicht seitens der Mehrheitsfraktion (CDU) im Rat und in der Verwaltung in Alpen, könnte es durchaus Alternativen geben, zum Beispiel als lascher Junior-Partner der Sozialdemokraten.
Und so bleibt ein politischer Gestaltungswille, der gerade im ländlichen Raum, nicht immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen darf, genauso hinter polaren Kaltfronten verborgen, wie der Frühling dieser Tage im April, der erste Blüten erfriert und die Ernte des kommenden Herbstes schmälern wird.

Was für ein Bild für den anstehenden Bundestagswahlkampf 2017!

eingestellt von Thomas Hommen

 

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