FDP zahlt Steuer für zwei Hunde aus dem Tierheim, RP 04.07.2018

Die Liberalen kontern nach ihrer Niederlage im Rat. Weil ihr Vorschlag, Halter von Tierheim-Hunden steuerlich zu entlasten, abgelehnt wurde, übernehmen sie nun die Kosten. Und das gleich für mehrere Jahre.

Nachdem der Rat den Antrag der FDP abgelehnt hat, die Hundesteuer für Hunde aus einem Tierheim für die ersten zwei Jahre auszusetzen, greifen die Liberalen nun in die eigene Tasche. Die FDP-Ratsherrn Thomas Hommen und Michael Weis übernehmen für die ersten zwei Hunde, die aus einem Tierheim übernommen werden, die Hundesteuer für drei Jahre. „Das Angebot gilt aber nicht für Kampfhunde“, stellt Hommen klar.

Der FDP-Fraktionschef kann die Ablehnung des Antrags nicht verstehen. „Es wäre ein wichtiges und richtiges Zeichen an Menschen gewesen, die sich für einen Hund aus dem Tierheim entscheiden möchten, die Steuer für zwei Jahre auszusetzen und für weitere zwei Jahre um die Hälfte zu ermäßigen“, so Hommen. Er sei in der Bürgersprechstunde mehrfach darauf angesprochen worden, einen entsprechenden Vorstoß im Rat zu machen.

Die CDU hatte argumentiert, dass man keinen Markt für Streunerhunde aus Süd- und Osteuropa schaffen wolle. „Dieser Argumentation können wir nicht folgen“, so der FDP-Politiker. Die Entscheidung des Rates sei weder christlich noch sozial.

Nachdem er sich mit seiner Tochter Anna-Maria, Vorsitzende der Jungen Liberalen, einen Eindruck vom Vertragstierheim der Gemeinde gemacht habe, sei die Idee für das Programm „Zwei für drei“ entstanden.

„Wenn wir es mit unserer Idee schaffen, auch nur einen Hund aus dem Tierheim zu holen und zu einem neuen Zuhause zu verhelfen, sind wir hochzufrieden“, so Hommen.

eingestellt von Thomas Hommen

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