Hommen: „Informationen fehlen“, NRZ 29.01.2018

Flüchtlingsunterkunft soll teurer werden.

Dass die Kosten für die Flüchtlingsunterkunft an der Ulrichstraße steigen werden, haben die Ratsmitglieder wieder einmal aus allererster Hand erfahren, und zwar nicht vom Bürgermeister, sondern aus der Zeitung, nicht ohne aber auch den Hinweis der Verwaltung dort zu finden, dass ein neuer Ratsbeschluss und mehr Geld doch schon auch benötigt werden würde, bitte sehr“, ereifert sich der Alpener FDP-Fraktionschef Thomas Hommen. „Das ist eine Unverschämtheit! Diese gängige Praxis, unter Umgehung der Fachausschüsse und Kontrollinstanzen Fakten zu schaffen und an die Öffentlichkeit zu gehen, trägt die typische Handschrift des Bürgermeisters. Bereits ein Dutzend Mal wurde dies von allen Fraktionen, natürlich die CDU ausgenommen, gerügt. Einzig: Es scheint nicht beim Bürgermeister anzukommen.“

„Ein Trugschluss“

Was die Baukosten der neuen Flüchtlingsunterkunft betrifft, habe der zuständige Fachbereichsleiter Walter Adams aufgrund des derzeitigen Baubooms nicht ausgeschlossen, dass die Politik nachschießen müsse. „Dies ist insoweit erstaunlich, als dass die zuständige Sachbearbeiterin bei der Auftragsvergabe 2016 noch von einem angemessenen und marktgerechten Preis gesprochen hat – ein Trugschluss, wie wir heute feststellen müssen“, so Hommen. „Wir wissen zwar noch nicht, in welchem Umfang die Kosten steigen werden, aber erneut erkennen wir darin einen gefährlichen Trend in Alpen.“

„Eine Million ist viel Geld“

Eine Lösung hat Hommen parat: „Ist eine Senkung der Baukosten tatsächlich nicht zu realisieren, so muss über die Ausstattung beziehungsweis eine abgewandelte Umsetzung des Neubaus nachgedacht und der Mehrpreis dadurch aufgefangen werden. Eine Million ist viel Geld, das muss reichen!“

Hommen bringt aber noch eine bereits durch die Freien Demokraten vorgestellte Idee ein: Im Rahmen der Sammlung von Vorschlägen für die Weiternutzung der alten Feuerwache am Willy-Brandt-Platz hatte die FDP aus der Bürgerschaft unter anderem auch den Vorschlag erhalten, das Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen umzubauen und zu nutzen. „Der Vorschlag erscheint heute aktueller denn je.“

eingestellt von Thomas Hommen

 

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