Trinkwasserspeicher von Hitze nicht bedroht, RP 28.06.2019

KWW-Geschäftsführer Georg Tigler hat sich im Alpener Rat vorgestellt. Die FDP gratulierte nachträglich.

Der Wasserpreis für die vier Anteilseigner am Kommunalen Wasserwerk (KWW) sei zwar nicht zementiert. Aber er werde sich auch in den nächsten Jahren trotz anstehender Investitionen ins Netz allenfalls geringfügig nach oben bewegen. Die zwar verhaltene, doch für die Gebührenzahler in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten Menschen durchaus erfreuliche Prognose wagte Georg Tigler, als er sich jetzt nach einem Jahr als neuer KWW-Geschäftsführer im Alpener Rat vorgestellt hat.

In der Zeit hat er offenkundig einen tadellosen Job gemacht. Denn auch die FDP, lange unerbittliche Dauerkritikerin der Personalie, hat ihren Frieden mit dem Neuen an der KWW-Spitze gemacht. Thomas Hommen, Chef der liberalen Fraktion, gratulierte nachträglich. Er knüpfte an seinen Glückwunsch gleich noch ein paar Prüfungsfragen, zeigte sich aber mit den Antworten zufrieden.

Tigler betonte, dass er der Einladung in den Rat gerne nachgekommen sei. „Es ist Ihr Wasserwerk. Daher ist es Ihr gutes Recht zu erfahren, wie’s um das Unternehmen bestellt ist“, bekräftigte er den Willen zu Transparenz. Er versprach wiederzukommen, wenn’s gewünscht und an der Zeit sei. Alpen hält 20,8 Prozent an der KWW-Familie. Der Übergang aus der Niag-Obhut in die kommunale Selbstverwaltung sei reibungslos über die Bühne gegangen, berichtete er. Das sei auch personeller Kontinuität geschuldet. Das ganze Team habe den Wechsel mitvollzogen.

Der Geschäftsführer rief bei hochsommerlichen Temperaturen im Sitzungssal noch mal den Dürresommer 2018 in Erinnerung, der dem KWW mit 3,5 Millionen Kubikmetern eine bis dahin nie dagewesene Fördermenge beschert habe. Sogen um die Trinkwasserversorgung müsse man sich nicht machen. Der „Grundwasserkörper“ sei im Wesentlichen unverändert, und könne einen weiteren Supersommer verkraften. Jedoch warnte Tigler davor, die öffentliche Quelle unrechtmäßig in größerem Umfang anzuzapfen – beispielsweise um mit dem Trinkwasser Äcker zu beregnen.

Auch die Wasserqualität sei tadellos. Damit das so bleibe, sei „nachhaltige Wasserwirtschaft“ schon heute ein Gebot, auch wenn ein Tropfen 28 Jahre benötige, um in den Grundwasserspeicher zu sickern. Die Lage sei entspannt. Die Vertragspartnerschaft mit den Landwirten funktioniere vorbildlich.

eingestellt von Thomas Hommen

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