Alpen bekommt einen Memoriam-Garten, NRZ 23.05.2019

Bauausschuss stimmte für Gräberfeld

120 Memoriam-Gärten gibt es inzwischen bundesweit, nun wird auch auf dem Alpener Friedhof ein Garten dieser Art angelegt. Denn die Bestattungskultur befindet sich seit Jahren in einem stetigen Wandel. Zunehmend gibt es Freiflächen auf Friedhöfe beispielsweise durch Ablauf der Nutzungszeit und Umzug der Angehörigen – auch in Alpen. Volker Schulte-Bunert vom Fachbereich Bauen, Planen und Umwelt stellte am Dienstag im Alpener Bauausschuss das Projekt vor.

Die Gräber und die Rahmenbepflanzung bilden eine harmonisch aufeinander abgestimmte Einheit. Jeder Verstorbene wird auf den Grabmalen mit Namen und Lebensdaten genannt, eine namenlose Bestattung gibt es nicht. Vorgesehen sind Urnen- und Sarggräber mit relativ schlichter und schmuckvoller Bepflanzung. „Der Garten soll als Staudengarten mehr Aufenthaltsqualität bieten“, betonte Schulte-Bungert. „Der Garten soll eine Augenweide sein.“ Als Partner holt sich die Gemeinde dafür die Rheinische Treuhandstelle für Dauergrabpflege mit ins Boot. Klaus Schneider von der Treuhandstelle erklärte im Ausschuss das Prozedere und die Arbeit des Unternehmens. Die Arbeit der Friedhofsgärtner wird regelmäßig von der Treuhandgesellschaft kontrolliert. Die Errichtung und die Gestaltung des Memoriam-Garten wird von der Treuhandstelle und der Friedhofsgärtnerei Petzchen vorfinanziert, das Treuhandvermögen setzt sich aus dem Geld der Kunden zusammen. „Wir sorgen für eine entsprechende Grabpflege“, so Schneider, „gleichzeitig wird die Wertigkeit des Friedhofs erhöht. Keiner wird anonym bestattet.

Der Angehörige erwirbt wie bisher beim Friedhofsamt eine Grabanlage mit der Dauergrabpflege über 25 Jahre zu einem festen Preis und ohne weitere Folgekosten – zwischen 3300 Euro für ein Reihengrab und 9150 Euro für ein Wahlgrab mit Sarg und wechselnder Bepflanzung. Der Gemeinde entstehen keine Kosten. Die Fraktionen waren durchweg angetan vom Memoriam-Garten. Markus Kellings (CDU) sprach von einem „schönen Projekt“. Und Thomas Hommen (FDP) glaubt, dass „der Friedhof durch das Pflanzkonzept aufgewertet wird. Somit beschloss der Ausschuss das Vorhaben einstimmig. Ende des Jahres soll der Memoriam-Garten fertig sein.

eingestellt von Thomas Hommen

 

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